Le Havre, Weltkulturerbe

die Kollektionen retten

Die Bilanz nach dem Zweiten Weltkrieg

Schwer bombardiert am Ende des Zweiten Weltkriegs ist Le Havre eine der am Meisten zerstörten Städte Frankreichs. Die erhobenen Zahlen machen Le Havre zu einer « Stadt der Märtyrer »: von insgesamt 160000 Einwohnern wurden 5000 getötet und 80000 waren obdachlos; 150 Hektar historischen Stadtkerns wurden verwüstet, 12500 Wohnhäuser wurden zerstört.

Den Obdachlosen neue Wohnungen zu beschaffen wird eine nationale Priorität.

Die Einwohner aus den Stadtzentren, da wo nur noch einige Fassaden um die Kirche Saint-François herum standen, mussten sich den schlimmen Verhältnissen beugen, ließen sich in übervölkerten Wohnungen der Umgebung nieder oder kamen in provisorischen Baracken unter. Eine große Zahl unter ihnen zog es vor Le Havre zu verlassen.

Die Hafenstadt am Meer war durch ihren Außenhandel und den Transatlantischen Linienverkehr ein wichtiger Knotenpunkt. Somit sollte ihr Wiederaufbau in den Augen Aller die Erneuerung des Landes symbolisieren.

Durch genügend administrative, technische und finanzielle Mittel gelang es der französischen Regierung sofort nach dem Krieg alle verfügbaren Fachkräfte zusammenzubringen und aus den Trümmern eine Modellstadt zu bauen.

Die Ansprache von Vincent Auriol

Am 18. Juli 1949 hielten der Präsident Vincent Auriol und der Bürgermeister Pierre Courant ihre von Emotionen erfüllte Ansprache am Rathausplatz, Mitten im Herzen der zerstörten Stadt, da wo gerade die ersten neuen Wohnungen in Angriff genommen wurden. Die 33 minütige Aufnahmen sind mit einem historischen Dokument der offiziellen Reise des Präsidenten verbunden.

Die Stadtarchive veröffentlichen on-line ein außergewöhnliches Hördokument zu Ehren des Martyriums der Stadt: die Ansprache des französischen Präsidenten Vincent Auriol (1947-1953), als er das Kreuz der Ehrenlegionen der Stadt Le Havre überreicht.

 

ANSPRACHE ANHÖREN

 

Slideshow

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Die Strasse Rue de Paris
Gräber im Park Saint-Roch 1944
Die Fahne